Draußen sein (Love how you can pee on anything) #5.3

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Die bekannteste Problemfigur der Heterosexualität as we know it: der vorzeitig ejakulierende Mann (www.späterkommen.de). Sein Samenerguss kommt zu früh, um eine Reaktion auf diese sich in dieser Begegnung darbietende Partnerin zu sein. Diesen Mangel an verstreichender Zeit macht er nie wieder gut, indem er ihr nach dem Abspritzen anders als koital zum Orgasmus verhilft, denn es wäre eben die Zeit, die beweist, dass ihre Anwesenheit mehr ist als der Auslöser eines Reflexes. Zeit, um aus dem, was passiert, eine Kopula zu formen, die Aktionen und Passionen, Eigenschaften und Effekte zwischen eine zweite und eine erste Person singular spannt: Du, du hast mir diesen Orgasmus geschenkt.

Der geheimnisvollere zweite Versager in der bürgerlichen Leistungsethik des Sexuellen lässt das Erblicken vermissen. Er kann lange (früher oder später zieht sein Können den Verdacht auf sich, ein Nicht-anders-Können zu sein). Ihm gelingt dies und das währenddessen, abhängig von der Tagesform, vom Erregungskontext, von Übung. Aber wie ein Delfin, der bloß zum Atmen auftaucht und dessen übermütiges Springen die Effizienz der Bewegung kaschiert, kehrt er aus der Tiefe seines „ozeanischen Gefühls“ in Abständen kurz an die Oberfläche kommunizierter Empfindung zurück. Ja, er gehört zu den Säugetieren; sein Leben hat dennoch mehr gemein mit den Fischen.

#5.4

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6 Antworten zu Draußen sein (Love how you can pee on anything) #5.3

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